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Langzeitdaten mit im Labor gezüchteter Mundschleimhaut MukoCell®

Auf dem weltweit größten Urologenkongress, der AUA 2018 in San Francisco vom 18. – 22.05.2018, präsentieren Prof. Guido Barbagli (Centro Chirurgico Toscana, Arezzo) und Prof. Axel Heidenreich (Universitätsklinikum Köln) Langzeitdaten der Behandlung von Harnröhrenstrikturen aus 4 urologischen Zentren mit dem im Labor hergestellten Mundschleimhauttransplantat MukoCell®, unter dem Titel „Anterior urethroplasty using a new Tissue Engineering oral Mucosa Graft: Surgical Techniques and Outcome“.

In dem vorab eingereichten Abstract berichten die Urologen über eine Studie zur Bewertung der Durchführbarkeit, Wirksamkeit und Sicherheit von MukoCell® in der Rekonstruktion der Harnröhre. Im Zeitraum zwischen 2010 und 2016 wurden 38 Patienten (Median 57 Jahre) in die Studie eingeschlossen. Die Position der Strikturen war penil in 3 (7,9%), bulbär in 29 (76,3%) und peno-bulbär in 6 (15,8%) Fällen. Die Mehrheit der Patienten (94,7%) war bereits erfolglos vorbehandelt. Der Median der Strikturlänge betrug 5 cm. Bei einem Nachverfolgungszeitraum von 55 Monaten im Median waren 32 Patienten (84,2%) ein Behandlungserfolg und 6 (15,8%) ein Misserfolg.

Die Urologen kommen zu dem Schluss, dass das aus Zellen des Patienten gezüchtete Transplantat bei penilen, bulbären als auch penobulbären Harnröhrenstrikturen mit vier verschiedenen OP-Techniken sicher in der Anwendung war und gute Langzeitergebnisse zeigte. Die Erfolgsrate war vergleichbar mit derjenigen bei Verwendung von nativen oralen Schleimhauttransplantaten, ohne deren signifikante Nebenwirkungen. Vorteilhaft waren die gleichförmig gute Qualität der gezüchteten Mundschleimhaut, die eine einfache Anwendung ermöglicht, ihre Keimfreiheit sowie die durch ihre Verwendung mögliche Vermeidung von teils schwerwiegenden Komplikationen oder Folgeerscheinungen im Mund, wie sie regelmäßig nach der Entnahme nativer Mundschleimhauttransplantate auftreten.

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