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BOUGIERUNG

Bei der Bougierung handelt es sich um eines der ältesten Verfahren zur Behandlung der HRS. Die urethrale Striktur wird hierbei unter Lokalanästhesie mittels Sonde aufgedehnt.

Dieser Eingriff verursacht unzählige Mikroläsionen in der Verengung, die eine erneute Vernarbung zur Folge haben. Die Bougierung hat daher immer nur einen zeitlich begrenzten Effekt auf die Verengung. Wiederholte Behandlungen führen somit nicht zur Heilung der Harnröhrenstriktur. Sie sind daher weder dauerhaft medizinisch wirksam, noch wirtschaftlich.1 In der Regel ist ein Wiederauftreten der Striktur nach spätestens vier bis sechs Wochen zu erwarten.2 Diese Operationstechnik sollte daher vordergründig bei älteren oder nicht operabel geltenden Patienten Anwendung finden.3

1 Greenwell et al. Repeat urethrotomy and dilatation for the treatment of urethral stricture are neither clinically effective nor cost-effective.
2 Tritschler et al. Harnröhrenstrikturen – Ursachen, Diagnose und Therapien. Deutsche Ärzteblatt. 2013; 110(13):220-226.
3 Hofmann Endoskopische Urologie. Atlas und Lehrbauch. 2. Auflage.Springer Medizin Verlag. Heidelberg. 2009.